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Unsere Geschichte

Chronik der FFw Stadt Wehlen seit 1865

Die Anfänge der Feuerwehr in Stadt Wehlen

Die Feuerwehr unseres Wehlstädtchens wird in den Berichten, die heute noch im Archiv lagern, um 1865 zum ersten Mal erwähnt. Damals war es eine Pflichtfeuerwehr, d. h. alle Männer von 18 bis 50 Jahren wurden erfasst und nach einem strengen Gesetz verpflichtet.

Im Jahr 1899 versuchte man erstmals, die Männer der Pflichtfeuerwehr zu überzeugen, eine Freiwillige Feuerwehr aufzubauen. Der Vorschlag kam von der Feuerwehr Pirna. Doch der damalige Stadtgemeinderat von Stadt Wehlen lehnte ab:

„... es wäre nicht nötig und außerdem zu kostspielig.“

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Wehlen

Am 27. Januar 1901 wurde der Wehlener Gemeinderat durch Herrn Branddirektor Jäger angeschrieben und darauf hingewiesen, dass Stadt Wehlen im Bezirk die letzte Stadt sei, die keine freiwillige Feuerwehr besitze.

Am 8. Februar 1901 wurde die noch bestehende Pflichtfeuerwehr in die "Elbterrasse" gerufen und zur Generalversammlung geladen. Von den 44 anwesenden Herren erklärten sich 30 bereit, einzutreten.

Die offizielle Gründung

Am 12. März 1901 wurde die Freiwillige Feuerwehr Stadt Wehlen offiziell gegründet. Das Grundgesetz der Feuerwehr beinhaltete in 14 Paragraphen die Pflichten und Rechte.

Ausrüstung der Feuerwehr

  • 1 vierrädrige Abprotzspritze
  • 430 Meter Hanf-Schlauch
  • 18 Schöpeimer
  • 1 Steigleiter (8,80 m)
  • 1 Leiterwagen, 3 Hakenleitern, 2 Anlegeleitern, 5 Feuerhaken

Technische Entwicklung

In den Jahren 1903 bis 1904 erhielt Stadt Wehlen eine zentrale Wasserleitung mit 31 Unterflurhydranten. 1935 erhielt die Feuerwehr eine Motorspritze sowie einen Mannschaftswagen vom Typ Mercedes.

Wiederaufbau nach 1949

Große Anstrengungen unternahmen die Kameraden nach 1949, um wieder eine arbeitsfähige Wehr aufzubauen. Zur Gründung eines Fanfarenzuges wurden Gelder gespendet, und nach einem Jahr konnten wir das erste Mal öffentlich auftreten.

Die Löschgruppe Stadt Wehlen II

Am 1. April 1956 wurde im Ortsteil Pötzscha eine Löschgruppe gegründet, da die Brände an der Bahnlinie zunahmen.

Einsätze und Katastrophen

1957 leisteten wir Hilfe bei der Unwetterkatastrophe in Pirna. Im Juli 1958 folgte ein schweres Unwetter in Stadt Wehlen (Waldidylle). Ein weiterer Meilenstein war der Großbrand der Sparkasse am Markt am 24. Dezember 1963 bei -20°C.

1967 erhielten wir unser erstes Kleinlöschfahrzeug B 1000, und 1971 das Löschfahrzeug LO 1800.

Nach der Wiedervereinigung 1990

Nach der Wiedervereinigung konnten wir preisgünstig Technik erwerben, darunter ein B 1000 für Pötzscha. 1991 feierte die Wehr ihr 90-jähriges Jubiläum.

Im November 1991 erhielten wir ein Löschfahrzeug vom Typ Opel als Geschenk unserer Partnerfeuerwehr aus Deuschelried/Wangen. 1993/94 wurde das Gerätehaus in Pötzscha vergrößert.

Hochwasser 2002

Am 13.08.2002 wurden wir zum Hochwasser nach Pirna gerufen. In den folgenden Tagen erreichte die Elbe in Stadt Wehlen einen historischen Höchststand von 12,04 m.

Wir erhielten massive Unterstützung durch die Feuerwehren aus Trochtelfingen, Wangen und Forst. Die Kameraden waren vom 13.08. bis 31.08. im Dauereinsatz, oft 16-18 Stunden täglich.